Wenn der Anspruch der Kinder auf den Pflichtteil

den Überlebenden Ehegatten ruiniert!



Unter Ehegatten ist es üblich, dass sich diese im Rahmen eines sog. Berliner Testamentes gegenseitig zum Erbeneinsetzen und die Kinder als Erben des Längstlebenden bestimmen. Durch diese testamentarische Regelung sind die Kinder von der Erbfolge ausgeschlossen mit der Folge, dass den Kindern Pflichtteilsansprüche zu stehen. Diese Pflichtteilsansprüche der Kinder, können dazu führen, dass der überlebende Ehegatte sich verschulden muss.

Zur Verdeutlichung soll der folgende Fall dienen:
Das Ehepaar Glück hat ein keines Eigenheim und mittlerweile zwei erwachsene Kinder. Über Barvermögen verfügt das Ehepaar nicht. Beide Ehegatten beziehen jeweils eine Rente, leben angemessen, aber nicht im Luxus. Sie haben, wie man sagt, ihr Auskommen. Sie verfassen gemeinsam ein sog. Berliner Testament, setzen sich gegenseitig als Erben ein und die Kinder als Erben des Längstlebenden. Die Tochter, deren Ehemann in einer finanziellen Krise steckt, fordert nach dem Tod des Vaters von ihrer Mutter die Zahlung des Pflichtteils. Dagegen kann sich die Mutter nicht zur Wehr setzen. Sie verhandelt mit der ihrer Bank und nimmt einen Kredit auf und belastet das Eigenheim mit einer Grundschuld (Hypothek). Notwendige Reparaturen am Eigenheim führen dazu, dass die Mutter den Kredit an die Bank nicht mehr zurückzahlen kann. Die Bank stellt den Kredit sofort fällig, das Eigenheim wird verkauft, oder zwangsversteigert.

Um so etwas zu vermeiden, sollten vorab entsprechende Regelungen mit den Kindern getroffen werden, damit der überlebende Ehegatte auch weiterhin finanziell abgesichert ist. Zudem kann eine rechtliche Beratung helfen Fehler zu vermeiden.

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Susanne Symnik