Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht


Nicht nur alte Menschen, sondern auch junge Menschen können durch einen Unfall oder Krankheit nicht mehr in der Lage sein, ihre Belange zu regeln. Für solche Fälle kann jeder von uns Vorsorge durch entsprechende Vorsorgeregelungen treffen. Es werden im Bereich der Vorsorgeregelungen zunächst die Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und die Betreuungsverfügung unterschieden.

Die Patientenverfügung ist an die behandelnden Ärzte und Pflegekräfte gerichtet. Inhaltlich werden in einer solchen Patientenverfügung Regelungen zur medizinischen Behandlung und Pflege für den Fall getroffen, dass Sie nicht mehr in der Lage sind, Ihren Willen zu bilden oder verständlich zu äußern. Nur durch eine wirksame Patientenverfügung könne schon jetzt sicherstellen, dass Ihr Wille bezüglich einer bestimmten einer Behandlungsmethode oder eines Behandlungsabbruchs gewahrt wird. Ihre Angehörigen können diese erforderlichen Entscheidungen nicht für Sie treffen. Ohne eine wirksame Patientenverfügung werden sich alle im Zweifelfall für eine umfassenden Behandlung und lebensverlängernde Maßnahmen entscheiden.

Bevor Sie eine Patientenverfügung errichten, beschäftigen Sie sich ausführlich mit diesem Thema. Sprechen Sie mit Ihrer Familie oder guten Freunden. Lassen Sie sich auch bei der Gestaltung der Patientenverfügung beraten wenn Sie sich unsicher fühlen. Hinterlegen Sie die Patientenverfügung in jedem Fall bei Ihren persönlichen Papieren und einer Vertrauensperson (Familienangehörige, Arzt, Rechtsanwältin, Bevollmächtigter). Hinterlassen Sie z.B. in Ihrer Handtasche oder Brieftasche einen Hinweis auf eine solche Patientenverfügung. Wegen der rechtlichen Frage sollten Sie sich an eine Rechtsanwältin oder an einen Rechtsanwalt wenden, der Ihnen auch bei der Gestaltung Ihrer Patientenverfügung behilflich sein wird.

Durch die Vorsorgevollmacht bevollmächtigt Sie eine von Ihnen eingesetzte Vertrauensperson für den Fall der Entscheidungs- und Handlungsunfähigkeit für Sie zu handeln. Sie könne die Vorsorgevollmacht auf einzelne Bereiche, wie z.B. die Vermögensvorsorge oder Gesundheitsvorsorge beschränken, oder eine alles umfassende so genannte Generalvollmacht erteilen.

Wichtig ist hier die Ausgestaltung des Innenverhältnisses. Das Innenverhältnis regelt die „Beziehung“ zwischen Ihnen als Vollmachtgeber und der von Ihnen bevollmächtigten Person. Eine schriftliche Regelung sollte auch dieses Verhältnis regeln. Dadurch schaffen Sie Sicherheit für sich und auch für den Bevollmächtigten.

Die von Ihnen bevollmächtigte Person sollte Ihr volles Vertrauen besitzen und in der Lage und Willens sein diese Funktion auszuüben. Aber auch der Bevollmächtigte sollte sich absichern. So sollte er Bargeld immer nur gegen Quittungen auszahlen.

Die Vorsorgevollmacht sollte schriftlich vorliegen. Bei der Gestaltung Ihrer Vorsorgevollmacht bin ich Ihnen gerne behilflich.

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Susanne Symnik